Ist eine Farb- und Stilberatung nachhaltig?

Der Begriff Nachhaltigkeit ist ein Trendbegriff der letzten Jahre geworden. Vieles wird als nachhaltig angepriesen was dann bei näherer Betrachtung dann oftmals doch nicht so ökologisch und menschenfreundlich ist wie man meinen könnte. Da jede(r) unter dem Begriff für sich wieder etwas anderes damit verbindet hab ich das Wörterbuch befragt:

 

Nachhaltigkeit = längere Zeit anhaltende Wirkung

 

und  das Lexikon für Nachhaltigkeit:

 

Der Gedanke der Nachhaltigkeit (sustainability) ist seit vielen Jahren ein Leitbild für politischeswirtschaftliches und ökologisches Handeln.

 

Ist nun eine Farb- und Stilberatung nachhaltig?

 

Das kommt natürlich auf dich an und was du daraus machst!

 

 

Meine Farb- und Stilberatung  hat es zum Ziel, dass du danach weisst welche Farben dir gut stehen und in welchen Schnitten du deine Vorzüge hervorheben kannst. Dies hat zur Folge, dass wenn du einkaufen gehst du gewisse Farbgruppen getrost links liegen lassen kannst und du dir sicher bist welche Schnitte und welcher Stil wirklich deiner ist und dir steht.

 

Wenn du diese Erkenntnisse umsetzt und weiterentwickelst dann ja dann ist eine Farb- und Stilberatung sehr nachhaltig im Sinne der 1.  Definition.

 

 

Gehst du nun aber nach der Beratung nach Hause, entsorgst alle nicht mehr passenden Kleidungsstücke und gehst anschliessend viele viele neue Teile kaufen gehst, dann ist das im Sinne der 2. Definition leider gar nicht mehr nachhaltig.

 

Ich muss gestehen ich war früher eine kleine Shopping-Queen, in jeder freien Minute ging ich mit Leidenschaft shoppen. Lieber fünf günstige Teile als in ein wirklich gutes Teil investieren. Mit der Zeit merkte ich, dass es das nicht sein kann. Man sieht eben den Unterschied von billig Kleidung zu hochwertiger Kleidung und guter Stil soll eben nicht billig wirken!

 

Dann begann ich zu recherchieren wie unsere Kleidung produziert wird und war schockiert. Die Näherinnen in Asien schuften unter erbärmlichen Bedingungen und zu einem Betrag (von Lohn kann man hier nicht sprechen) der meistens nicht zum Leben reicht. Übrigens auch die teuren Marken lassen, oftmals in denselben, Fabriken produzieren. Bei uns wird dann das Kleidungsstück zu einem Billigprodukt und rasch wieder entsorgt wenn es nicht mehr IN ist.

 

Ich merkte, dass weniger halt doch mehr ist, mistete meinen Kleiderschrank gezielt aus und kaufte aber nicht gleich alles wieder neu. Leider erlag ich der Illusion, dass teure Kleidung auch ethisch korrekt produziert wird, was leider meistens nicht stimmt. Meist sind einfach die Gewinnmargen höher, also die Gewinnmargen für die Marke, nicht für die Näherinnen.

 

Also hiess es mit dem was anfangen was sich schon in meinem Kleiderschrank befindet. Beim gezielten Ausmisten meines Kleiderschrankes kam heraus, dass sich viele neue Kombinationen finden lassen und man nicht alles in 10 facher Ausführung braucht (ausser Unterwäsche und Co.). Wichtig, nebst einer guten Basis-Garderobe, sind die Key-Pieces (spezielle Teile etc.) und vor allem Accessoires die ein Outfit erst wandelbar machen. Ergänzen kann man dann seine Garderobe mit dem einen oder anderen Statement-Piece (Highlight-Teil).

 

Probiert es aus und ihr werdet besser angezogen sein, stressfreier eure Outfits morgens aus dem Schrank ziehen und dabei ein gutes Gefühl haben. Dies ist dann nachhaltig.

 

Viel Spass dabei!

 

 

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